Renzo

Rasse: Schäfer - Mischling
Geschlecht: Männlich kastriert
Alter: 24.01.2016
Stockmass: 55cm
Gewicht: 18kg


Charakter:
Renzo Am 15.06.2016 kam Renzo zusammen mit seinen 5 weiteren Geschwistern (2 Rüden, 4 Hündinnen) aus Italien (AIDAR) zu uns. Man merkte da schon, dass der Wurf recht sensibel war. Geboren wurden sie am 24.01.2016. waren also 5 Monate alt, als sie zu uns kamen. Am 20.04.2017 wurde Renzo vermittelt. Er war der letzte von seinen Geschwistern, der vermittelt wurde. Zuerst haben alle Hündinnen ein zu Hause gefunden und 2 Monate vor Renzo auch sein Bruder. D.h. Renzo hat über ein halbes Jahr bereits im Tierheim verbracht. Bei so einem jungen Hund, fast sein ganzes Leben. Am 10.04.2018 ist er zu uns zurückgekommen. Ist also fast ein Jahr in einem zu Hause gewesen. Und das in einer der wichtigsten Zeit, der Pubertät. Wo der Hund seine Grenzen testet und den Menschen immer wieder fragt, wie weit kann ich gehen? Kann ich dir Mensch als Führungsposition vertrauen? Die Vorbesitzerin ist mit ihm zur Hundeschule gegangen. Er kann also «sitz», «platz», «bleib», apportieren, bei Fuss laufen, über Hürden springen. Man merkt jedoch, dass er seiner Besitzerin nicht vertraut hat. Denn er hat angefangen die Gäste nicht mehr vom Tisch aufstehen zu lassen und hat sie fixierte. Er wurde Leinenaggressiv, bei Hundebegegnungen. Wahrscheinlich war die Vorbesitzerin überfordert und reagierte in den Situationen aus Emotionen, wusste sich nicht mehr zu helfen. Grundsätzlich ist Renzo ein sehr verschmuster Hund, der gerne gefallen möchte. Im Training ist er sehr aufmerksam und ein kleines «tscht» reicht schon aus um ihn von unerwünschten Verhalten abzubringen. Er hat leider angefangen Schatten zu jagen. Dieses Verhalten wurde einfach ignoriert und er hat sich immer mehr reingesteigert. Auch andere Hunde mussten beim Spaziergang angepöbelt werden, weil niemand was gemacht hat. Dann haben wir beschlossen, dass nur noch die Tierpfleger mit ihm spazieren dürfen. Sonst keiner mehr. Es hat sich ab da sehr gebessert. Wir haben daran gearbeitet, dass andere Hunde an uns vorbeilaufen können. Wir haben an bestimmten Orten geübt. Vor dem Coop stehen, Menschen mit Einkaufswagen vorbeigehen lassen. Im Fahrstuhl sein. Kellertreppen runtergehen. Zuglärm am Bahnhof. Üben, dass Jogger entspannt vorbeilaufen können. Velofahrer sind entspannt vorbeigefahren. Bei meinen Übungen war mein Hund Cuba (Bernhardiner, 8 Jahre Rüde kastriert) immer dabei. Als Ruhepol, als Vorbild. Das klappte wunderbar. Wenn ich Renzo aus der Box geholt habe, dann immer mit Ruhe. Niemals mit einer geladenen Stimmung rausgehen, sonst wird der ganze Spaziergang geladen. Also warten… Geschirr anziehen… wenn er dann wieder aufgeregt ist, wegdrehen… wenn er wieder entspannt ist, weiter das Geschirr anziehen… Leine ran… Tür auf… Renzo rennt nicht einfach vor. Renzo muss warten und entspannt sein, bis man ihm die Einladung gibt mit einem zu kommen. Erst dann fängt der Spaziergang an. Renzo ist ein Hund, der eine geregelte Struktur braucht. Der gewohnte Abläufe braucht. Wie dieses Beispiel vom aus der Box rausgehen. Ein geregelter Rhythmus. Bei Druckunterschieden in der Luft oder Wetterumstellungen (Gewitter) möchte er nicht gerne Raus. Bei Leuten, die er testet, legt er sich gerne auf den Boden und geht nicht weiter. Er hat einen ausgeprägten Jagdtrieb. Da ist er nicht ansprechbar. Wenn er Raben in der Luft sieht, die dann noch einen Schatten werfen, ist er nicht mehr abrufbar. An diesem Problem muss unbedingt gearbeitet werden. Der Jagdtrieb äussert sich auch bei Motorrädern und Mofas. Renzo hat mit seinen 4 Jahren schon Spondylose. Lebt aber noch sehr gut damit. Mit anderen Hunden geht es gut, wenn man die Vergesellschaftung richtig macht. Hündinnen sind eigentlich kein Problem. Wenn der Rüde kein Macho ist und er dem Menschen bei sich vertraut, kann man ihn gut zusammenstellen. In Stresssituationen ist Renzo ein schlechter Esser. Er liebt das Wasser und Suchspiele. Man kann mit ihm auch gut mit Futter arbeiten. Auto fahren kennt er. Er ist stubenrein. Renzo sucht nun schon seit 3 Jahren sein zu Hause. Möchte ihm denn kein hundeerfahrener Mensch eine Chance geben? Er ist wirklich ein klasse Hund in den richtigen Händen.